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Google entfernt die optionale Suche über verwandte Suchanfragen

Bislang konnte der interessierte Nutzer von Google.de (oder Google.com, etc.) nach einer getätigten Suchanfrage, links in der Spalte unter dem Menüpunkt: „Mehr Optionen“ sich verwandte Suchbegriffe anzeigen lassen. So konnte man wunderbar einen tiefen Einblick in das Nutzerinteresse in einem spezifischen Themengebiet erlangen. Nun ist diese Option verschwunden! Seit einigen Tagen ist sie wieder da!

Meiner Meinung nach ist das ein weiteres Zeichen dafür, das die verwandten Suchanfragen seitens Google (wie bereits berichtet) weiter in den Focus der Nutzer gerückt werden.

Fristeten sie bisweilen unterhalb der SERPs sowie versteckt in Drop Down Menü ein Schattendasein, rücken sie nun immer weiter ins Rampenlicht und werden wohl auch zukünftig immer prominenter platziert werden.

Nachtrag zur automatischen Anzeige von verwandten Suchanfragen

Nach meiner ersten Entdeckung der automatisierten Anzeige von „related terms“ (verwandten Suchanfragen) oberhalb der organischen Suchergebnisse, hatte ich nun etwas Zeit mich der Sache etwas genauer zu widmen.

Auffällig war im ersten Anschein, das die verwandten Suchanfragen bei unterschiedlichsten Begriffen auftauchten. Zwar treten Sie bei uns sprich Google.de (vielleicht habe ich bislang auch noch nicht die richtige Suchanfrage getätigt) derzeit nicht in dem Umfang auf wie beispielsweise bei Google.com (Beispiel Suchanfrage bei Google.com hearing aids) oder Google.co.uk (wie Tim Grice im Blog von SEO wizz berichtete). Aber die ersten „Ausläufer“ dieser Neuerung in der Präsentation der Suchergebnisse, sind schon bei uns sichtbar.

Anzeige verwandter Suchanfragen oberhalb der organischen Ergebnisse bei Google.de

Bei verschiedenen Suchanfragen an Google.de mit unterschiedlichen Suchbegriffen wie zum Beispiel: Imker, Sattler und Lackierung präsentiert Google.de bereits jetzt die verwandten Suchanfragen über den organischen Ergebnissen.

Nun war es interessant herauszufinden, warum Google dies bei einigen Begriffen tut und bei anderen wieder nicht. An der Zahl der Einträge zu einem Suchbegriff liegt es nicht. Dazu variieren die Zahlen (von 537.000 bis 16.800.000) zu stark.

Thema war auch egal, so werden für „lackierung“ verwandte Suchanfragen ganz oben präsentiert, aber nicht für „lack“ oder „lackierer“.

Auch die Zahl der monatlichen Suchanfragen scheidet aus. Schließlich besitzt der Suchbegriff „lackierung“ (Anzeige verwandter Suchanfragen oben) 1.600 Suchanfragen  „lack“ und „lackierung“ (kein Anzeige) hingegen 6.600 bzw. 2.900 monatlichen Suchanfragen.

Die Beiden anderen Begriffe die ebenfalls über die Anzeige verwandter Suchanfragen oberhalb der organischen Ergebnisse verfügen – „imker“ und „sattler“ – liegen wiederrum mit 2.900 bzw. 4.400 monatlichen Suchanfragen, genau dazwischen (alle Werte exakt Match und lokales Suchvolumen).

Ich vermute daher, dass sich Google nach dem Verhalten der Nutzer nach Vollendung der Suchanfrage richtet. Ein Algorithmus erkennt wahrscheinlich anhand vom Nutzerverhalten (Verweildauer auf der Suchergebnisseite, Bounce Rate, weitere Suchanfrage, etc.) das Nutzerverhalten bzw. die Unzufriedenheit mit den Ergebnissen und künftig werden für diese Suchanfragen, die verwandten Suchanfragen oberhalb der organischen Ergebnisse angezeigt. (siehe Google Blogpost)

Dabei erscheint die Reihe mit den verwandten Suchanfragen bisweilen auch unterhalb von einzelnen AdWords Anzeigen in Topplatzierung z.B. temporär bei „helfen“ und „jagd„.

Fazit:

Mit dieser neuen Entwicklung (und vollständigem Roll-out weltweit) erhalten die etablierten Marken und Big-Player mächtige Unterstützung von Google. Nach Googles Denkweise ist der Mehrwert und die bessere „user experienses“ für den Nutzer durch die Größe und damit verbundenen Seriosität des Anbieters gewährleistet.

Für SEO rückt die alte Tugend sich auf conversion-trächtige Longtails zu konzentrieren bzw. darauf zu optimieren, weiter in den Mittelpunkt. Und wer vorher bei bestimmten generischen Begriffen eine Topposition inne hatte, bei der nun künftig zahlreiche verwandte Suchanfragen präsentiert werden, der kann wohl mit schmerzlichen Trafficeinbußen rechnen.

Automatische Anzeige von verwandten Suchanfragen

Heute habe ich eine interessante Entdeckung bei Google.com gemacht. Hier ein Screenshot:

Automatische Anzeige verwandter Suchanfragen bei Google.comNach der Suchanfrage zu meinen Suchbegriffen „hearing aids“  bei Google.com wurde mir Oberhalb der Suchergebnisse ein Reihe von verwandten Suchanfragen präsentiert.

Die verwandten Suchanfragen waren bei dieser Keyword-Kombination kategorisiert nach Marken, Geschäften und Art.

Ein interessante Entwicklung wie ich finde und zugleich ein Vorbote auf ein kommendes Feature weltweit. Den wer Google kennt, weiß das Neuentwicklungen immer erst im heimischen Markt getestet werden und bei Erfolg ein weltweites Roll-Out erfahren.

Erfolg bedeutet dabei für Google, dass die Entwicklung (ihrer Meinung nach) dem Nutzer eine bessere „user experience“ schenkt. Diesen Mehrwert kann ich hierbei klar erkennen!

Man stelle sich vor: Eine Suchanfrage zu dem generischen Begriff „smartphone“! Darunter die meist gesuchten Marken, Geschäfte und Typen.

Gleichzeitig aber auch ein klares Plus für die großen und in Googles Augen seriösen Händler. Die organischen Ergebnisse werden aber weiter nach unten gedrängt.

Seiten die bei Begriffen mit solch einer Präsentation ein Topranking besitzen (bzw. besaßen), haben jetzt garantiert mit Einbußen in der Klickrate zu rechnen. Den schließlich haben Sie jetzt gleich 15 weitere verwandte Suchanfragen über Ihrer Position!