Archiv der Kategorie: Über mich

Google Analytics Konferenz in Wien

In genau zwei Wochen findet die erste Google Analytics Konferenz im deutschsprachigen Raum statt. Veranstaltungsort ist Wien und dort das altehrwürdige Schloss Schönbrunn.

Ich werde auch vor Ort sein und für das Magazin t3n berichten. Was viele nicht wissen, ist die Tatsache, dass ich eine zeitlang in Wien gelebt habe und so die Konferenz auch eine willkommene Möglichkeit für mich ist, alte Bekannte und Verwandte wiederzusehen. So freue ich mich neben den neuesten Erkenntnissen und Entwicklungen im WebAnalyse Bereich auch auf das Wiedersehen!

Fehlinformationen über SEO

Von einem Magazin zum Thema e-commerce bekam ich eine Interviewanfrage, hier die Fragen und meine Antworten:

Welche Fehlinformationen über SEO gibt es? Welche sind Ihrer Meinung nach weit verbreitet?

Das man für den Erfolg unbedingt Links kaufen muss.

Bitte nennen Sie uns die 5 Ihrer Meinung größten Fehlinformationen über Google SEO.

1.    Das es ausschließlich auf Links ankommt
2.    Das es eigentlich ganz einfach ist
3.    Das Suchmaschinenoptimierung und Suchmaschinenwerbung konkurrieren
4.    Das das Nutzerverhalten keine Rolle auf das Ranking spielt
5.    Das Keywords in den Meta-Tags Einfluss auf das Ranking haben

Matt Cutts von Google beantwortet in einem Blog genau diese Fragen. Was halten Sie von den Infos, die die Nutzer glauben  haben?  Kennen Sie diese aus eigner Erfahrung? (http://googlewebmastercentral-de.blogspot.com/2011/03/welche-seo-fehlinformationen-gibt-es.html )

Leider erleben auch wir häufig Kunden oder Mitarbeiter von Kunden mit „gefährlichen Halbwissen“. Ohne die Methoden durch eigene Projekte nachzuprüfen und zu validieren, sollte man nicht alles glauben was man so in einschlägigen Blog und Foren ließt. Keiner weiß genau wie Google das Ranking der Seiten bestimmt, also kann man nur probieren und aus den gewonnenen Erfahrungen seine Schlüsse ziehen. Ob diese dann richtig oder falsch sind, liegt an den analytischen Fähigkeiten des Einzelnen.

Bislang konnte ich zum Glück alle Mythen die von Kunden an mich herangetragen wurden nachvollziehbar aufklären und/oder durch konkrete Fallbeispiel wiederlegen.

Sehen Sie ebenfalls gehackte Webseiten als  Herausforderung an. Hacker fügen also dort Links ein, um mehr Backlinks zu bekommen und so weiter im Ranking nach oben zu gelangen?

Gehackte Webseiten waren und sind immer ein Problem. Foren und Blogs die gehackt wurden und plötzlich Unmengen von Threads und Beiträgen mit eindeutigen Keyword-Titeln und Links zu dubiosen Webseiten aufwiesen, sind keine Neuerung. Nur sind durch die Vielzahl der Webseiten im Netz und damit einhergehend größer gewordenen Anzahl der Seitenbetreiber ohne ein tiefergehendes Wissen in Bezug auf Internetsicherheit, sind die Chancen für Hacker gestiegen.

Klappt so etwas eigentlich? Und was passiert, wenn es auffällt?

Scheinbar ja, den ansonsten hätte wohl das Google Spam Team nicht extra mehr Energie in die Aufdeckung solcher Manipulationsversuche gesteckt. Natürlich kann man durch den gezielten automatischen Linkaufbau auch heute noch Erfolge erzielen. Das Problem ist nur das jeder Automatismus auch wiederkehrende Muster hinterlässt, nach denen gezielt gesucht werden kann. Das ist die dann wiederum die Aufgabe des  Spam-Teams von Google. Je nachdem wer gerade die Nase vorne hat, ist es also im Grunde genommen ein Katz-und-Maus-Spiel und keine nachhaltige Lösung für seriöse Suchmaschinenoptimierung.

Fällt sowas auf, fliegt die Seite in der Regel aus dem Index, damit die Links nicht das Ranking manipulieren können. In diesem Zusammenhang kann man Seitenbetreibern deswegen nur zur Anmeldung ihrer Webseiten bei Google Webmaster Tools raten. Seit einiger Zeit schickt Google Besitzern von vermutlich gehackten Webseiten auf diesem Wege eine Benachrichtigung. Dazu muss die Webseite aber bei Google Webmaster Tools angemeldet und verifiziert worden sein.

Ein weiterer Trugschluss ist, dass nur Links zählen. Manch einer denkt: „Ich brauche nur Links und sonst gar nichts“. Kennen Sie das? Und wie sieht es in der Realität aus?

Wir erleben es oft, dass Seitenbetreiber mit einem Onlineshop voller Herstellerangaben und ohne nennenswerten eigenen Content bereits den Beginn der Off-Page Optimierung planen.
Gleichzeitig wird häufig vergessen, wie wichtig es ist, mit eigenem Content und kreativen Ideen in seinem Segment Alleinstellungsmerkmale zu schaffen. Interessante Angebote und Aktionen sowie die Bereitstellung von nachhaltigen Informationen als Kompetenzbeweis wären hier als Beispiels zu nennen. Damit begeistert man die User und kommt so vollkommen kostenlos an die begehrten Links.
Klar spielen Links eine bedeutende – wenn nicht sogar entscheidende – Rolle im Internet aber dennoch ist die Idee die dahinter steckt sowie das Angebot einer Webseite nicht gleich unbedeutend. Schließlich muss aus jedem Besucher der über Suchmaschinen kommt auch ein Kunde oder Nutzer des Angebotes werden.

Ein spezieller Trugschluss, auf den Cutts hinweist, ist, dass das Meta-Tag der Keywords im Such-Ranking von Google eine Rolle spielt. Tut es das?

Das Keyword MetaTag spielt schon seit geraumer Zeit keine Rolle mehr auf das Ranking für Google. Dennoch gibt es immer noch einen guten Grund, warum Seitenbetreiber Das Keyword Meta-Tag immernoch nutzen können.
Viele User-Generated Plattformen auf denen Nutzer eine Webseite abspeichern können, verwenden zum Taggen der Webseite die Angaben in den Keywords Meta-Tag. Durch Angabe dieser kann man als Seitenbetreiber darauf einwirken, wie das eigene Angebot kategorisiert wird.

Workshops auf der SEO CAMPIXX 2011

Am Samstag beginnt die SEO CAMPIXX 2011. Auch ich werde da sein und beteilige mich zudem mit zwei Workshops.

Workshop zum Thema Linkwheels

Der erste Workshops behandelt das Thema Linkwheels und erläutert die Grundlagen, den Aufbau sowie den Betrieb solcher Linknetzwerke. Der Workshop Linkwheels findet am Samstag den 12.03.2011 um 10:30 Uhr im Raum MV/SA statt.

Workshop zum Thema SEO Leistungen abrechnen und verkaufen

Mein zweiter Workshop behandelt das Thema SEO Leistungen abrechnen und verkaufen. Hier will ich mit den Teilnehmern meine Erfahrungen aus mittlerweile 6 Jahren Rechnungsstellung für andere Agenturen, Kunden und SEOs teilen. Dieser Workshop findet am Sonntag den 13.03. um 11.15 Uhr ebenfalls im Raum MV/SA statt.

Convention Camp 2010 und SEO CAMPIXX 2011

Anstrengende Wochen…

Nach dem Abschluss von einem Workshop, 2 Seitenanalysen (inkl. mehrstündiger Ergebnispräsentationen) und meinem wiederholten Ausflug zum Convention Camp 2010, hab ich auch gleich meine Anmeldung zur SEO CAMPIXX 2011 erledigt und freue mich so langsam aber sicher auf meinen kommenden Urlaub!

Ich habe schon immer Wert auf einen gesunden Ausgleich zwischen Arbeit und Freizeit gelegt und freue mich auf 10 Tage ohne Internet, Mails und Online Marketing!

Etwas Philosophisches

Als SEO fühle ich mich manchmal als Wanderer zwischen zwei (oder manchmal sogar mehr) Welten. In Meetings stehe ich oft zwischen unterschiedlichen (mehr oder wenig verhärteten) Fronten und muss häufig vermitteln.

Hier übertriebene Erwartungen, die die eigenen Inhouse Ressourcen vor eine gewaltige (und leider häufig auch unlösbare) Aufgabe stellen und dort die internen Zwistigkeiten zwischen Vertrieb und der Online-Marketing Abteilung.

In einigen Fällen fühle ich mich sogar als der Anwalt der User, wenn beispielsweise SEO-Maßnahmen stark die Nutzerinteressen einschränken und ich immer wieder nach dem Mehrwert für den Nutzer fragen muss und auch die Google Standardfrage stelle: „Würde ich das auch ohne die Existenz von Google machen?“

Im Focus der Nutzer

Das erfolgreiche Suchmaschinenoptimierung immer zum Ziel hat die Sichtbarkeit der Internetpräsenz zu erhöhen, ist bereits bis in die meisten Abteilungen und Chefetagen durchgedrungen. Aber das man dann auch im Focus des Nutzers steht und durch bestmögliche Usability (und der ständigen Verbesserung dieser) überzeugen muss, ist stetig wieder eine neue Erkenntnis.

Aber im Endeffekt ist es doch eine immens positive Entwicklung für mich persönlich: Vom „Seiten-Pusher“ zum „Anwalt der Nutzer“. Bleibt zu hoffen, dass sich dieses Denken (SEO + Usability = Max. Konversion) in immer Köpfen durchsetzt und so der Nutzer etwas mehr Qualtät im Netz vorfindet.

Hach wie die Zeit vergeht

Im Jahre 2001 als ich begann mich mit der Suchmaschinenoptimierung (engl. kurz SEO) zu befassen, war die Welt im Netz noch recht überschaubar. Das betraf nicht nur die Zahl der Personen sowie einschlägigen Blogs und Foren bzw. Webseiten die sich mit dem Thema SEO oder Suchmaschinenmarketing (SEM) befassten, sondern auch die Anzahl der Big-Player im Netz. Erinnert ihr euch noch an AltaVista, HotBot oder Inktomi?

Das Jahr 2001

Die Dotcom-Blase an der Börse hatte gerade eine Schneise der Verwüstung in die Internetwelt geschlagen und viele Startups und Stars verschwanden ebenso schnell wieder von der Bühne, wie sie gekommen waren. Einige waren aber auch das Opfer übertriebener Erwartungen und falscher Entscheidungen geworden.

Google 2001

Google begann im Jahre 2000 damit, Werbetexte passenden zu den Suchanfragen der Nutzer, neben den Suchergebnissen zu präsentieren. Eine Idee die Google von der GoTo Inc. übernahm und die sich heute als die Haupteinnahmequelle des Konzerns darstellt.

Annähernd 90% seines Umsatzes und Gewinns macht Google heute mit bezahlten Anzeigen. Im Schnitt der letzten drei Jahre waren das 1 Milliarde Dollar Gewinn pro Quartal!

Im Oktober 2001 benannte sich übrigens die GoTo Inc. in Overture um und war eine Zeitlang der Goldesel für viele Portale wie MSN oder Yahoo. Die Firma verdiente soviel Geld, das Sie selber (ich glaube 2003 war das) Suchmaschinen wie AltaVista und AlltheWeb übernahm.

AltaVista (einer der ersten Suchmaschinen mit Webcrawler-Technologie) seinerseits hatte durch die Dotcom-Krise und seiner misslungenen Umwandlung zu einem Portal stark gelitten. Der einstige Branchenprimus war durch Missmanagment und Fehleinschätzungen nur noch ein Schatten seiner selbst geworden und billig zu haben…

AlltheWeb – hervorgegangen aus der Doktorarbeit des Norwegers Tor Egge an der Norwegischen Universität für Wissenschaft und Technologie – war übrigens einst der große Rivale von Google in Kampf um die größere Anzahl gecrawlter bzw. indexierter Seite. Im Juni 2002 stieß AlltheWeb Google, mit der Anzahl der indexierten Webseiten sogar mal vom Thron und war die „größte Web-Suchmaschine der Welt“!

Overture wiederum wurde im Jahre 2003 von Yahoo (dem größten Kunden) übernommen.

Yahoo selbst ist aus einem Webverzeichnis entstanden. Die eigentliche Suchfunktion ging nicht anfänglich nicht über den Bestand an Webseiten im Verzeichnis hinaus. Um das Jahr 2000 herum wurde für die Websuche die Inktomi Technologie verwendet. Im Jahre 2002 erkannte endlich auch Yahoo das Potential der Suchmaschinentechnologie und kaufte zuerst Inktomi und ein Jahr später Overture.

Ironischerweise nutze Yahoo dann anschließend bis 2004 die Dienste von Google für seine Suchmaschine, bevor das Unternehmen dann seine eigene Internet-Suchmaschine (eine Kombination aus den eingekauften Technologien) startete.

Sorry ich schweife ab… Alles nur Geschichte, kommen wir zurück zu 2001 und Google.

Google hieß nun der neue Star der Suchmaschinenszene.

Mit einem revolutionären System zur Bewertung von Webseiten und deren Relevanz ausgestattet (PageRank), gelang es Google dem Nutzer wesentlich passendere Antworten in kürzerer Zeit zu liefern. Ein Umstand der immer mehr Nutzer überzeugte und den Grundstein für den bis heute anhaltenden Erfolg von Google ist: Zufriedene Nutzer!

Suchmaschinenoptimierung bestand damals im Wesentlichen aus Linkbuilding oder wie es heute so schön heißt Off-Page Optimierung. On-Page gab es neben korrekten z.T. zugespammten Meta-Tags und schön viel SEO Content nicht viel zu beachten.

Ansonsten hieß es Links, Links, Links…