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Die richtige Description

Die Suchmaschinenoptimierung befasst sich mit der Sichtbarkeit von Webseiten in den organischen Ergebnissen von Suchmaschinen. Dazu sollten Aufbau und Struktur der Internetpräsenz eine reibungslose Indexierung durch Suchmaschinen gewährleisten und die Webseite sollte bei relevanten Suchanfragen durch eine optimale Präsentation der Webseiten in den Suchergebnissen, die Nutzer zum Klick animieren.

Dazu spielt das Snippet der Seite, was unterhalb des Titels präsentiert wird eine entscheidende Rolle.

Zum Snippet sollte man wissen:

Google garantiert nicht, dass der angegebene Description Tag verwendet wird. Nur wenn Google der Überzeugung ist, dass die Description auch wirklich den Inhalt der Seite beschreibt, dann wird er auch bis zu einer Länge von ca.155 Zeichen angezeigt.

Die Zeichenlänge variiert, weil Google nicht mitten im Wort den Text begrenzt. Wenn beispielsweise nach 150 Zeichen ein Wort mit 10 Zeichen kommt, dann ist in den Snippets eben nach 150 Zeichen Schluss.
Da man davon ausgehen kann, das Google nicht manuell alle Description überprüft, muss es also automatisch gemacht werden.

Die Erfahrung zeigt, dass Google immer dann die Description der Webseite als Snippet verwendet, wenn Begriffe aus dem HTML-Titel darin vorkommen.

Beispiele:

Informativ:
HTML-Titel: Die Leidensgeschichte der Marie Luise
Description: Lesen Sie die Leidensgeschichte des Dienstmädchens Marie Luise und erfahren Sie mehr über das Leben am Schloss Morgenrot.

Kommerziel:
HTML-Titel: Champagner Bon Perpignon – Der Brut Champagner für höchste Ansprüche
Description: Bon Perpignon ist ein excellenter Brut Champagner und wurde bereits mehrfach ausgezeichnet. Bei uns erhalten Sie Champagner und Wein zu günstigen Preisen.

Gleichzeitig gilt es die Intension des Nutzers zu erraten und Ihn mit dem Titel und der Beschreibung das (hoffentlich) Gesuchte auffindbar machen. Das geht umso leichter, je länger eine Suchanfrage ist. Größten Erfolg hat man, wenn die Beschreibung eine Weiterführung des Titels darstellt. Wie die „headline“ und „subheadline“ in Printmedien.

Genauso ist es auch hier das Ziel mit dem Titel (headline) die Aufmerksamkeit des Nutzers innerhalb der SERPs zu erlangen, mit dem Snippet (subheadline) den Gedankengang weiter zu vertiefen und somit den Suchmaschinennutzer zum Klick auffordern.

Lesbare URL

An sich sind lesbare URL gut, aber die Umstellung auf solch eine URL-Struktur muss wohl überlegt sein. Den schließlich führt die Umstellung zu einer Neubewertung durch Google. Gleichzeitig führen alle vorhandenen Backlinks (und damit der Linkjuice), bis auf die zur Startseite, erstmals ins Leere. Während das zweitgenannte Problem mit dem intelligenten Einsatz von 301 Weiterleitungen und bei älteren und größeren Projekten gepaart mit einem umfangreichen Bachlinkcheck (Google WMT, Serverdaten, Backlinkcheck Yahoo) größtenteils zu beheben ist, steht die Neubewertung durch Google unweigerlich an. Das führt häufig zu einem Sichtbarkeitsverlust in den SERPs. Aber keine Panik. Bei einer geschickten Plannung erhält eine Domain nach einem Relaunch, bald wieder die alte Sichtbarkeit zurück.

Suchmaschinen wie Google wurden geschaffen, das Web zu crawlen und zu indexieren wie es ist und nicht wie es in ihrer idealen Welt hätte sein sollen (suchmaschinenfreundlich). Deswegen haben beispielsweise die URL-Struktur oder enthaltene Suchbegriffe in ihr keinen direkten Einfluss auf das Ranking. Darum halte ich auch nicht viel von dem Begriff „suchmaschinenfreundliche URL“, bei lesbaren URL. Allenfalls superlange URLs oder Dieselbigen die mit Sitzungs-IDs oder Parameter versehen sind, stellen für Suchmaschinen wie Google ein Problem bei der Indexierung dar. Aber eher hinsichtlich duplicate content und der absolut vollständigen Indexierung.

Dennoch führt eine klare URL-Struktur, bei der Suchmaschinennutzer klar erkennen können was sie auf der Seite erwartet, zu besseren Klickraten und damit eventuell indirekt zu einer Verbesserung des Rankings durch das Nutzerverhalten. Klar ist, dass das Vorkommen von Suchbegriffen in der URL (und neben Titel und Snippet) abermals die Relevanz der Seite für den Suchenden steigert.

Hier einige Hinweise für lesbare URLs:

  • URL-Struktur sollte nachvollziehbar bleiben (ähnlich einer Brotkrummennavigation)
  • URL sollte immer dem Inhalt der Webseite entsprechen
  • Keine Überladung mit Keywords (3-5 reichen völlig)
  • Nicht zu lang (auf Meldungen von Goggle WMT achten)

301 HTTP Statuscode

Jede HTTP-Anfrage vom Browser an den Server wird mit einem HTTP-Statuscode beantwortet. Im Normalfall erhält der Browser einen 200 Statuscode und die entsprechenden Inhalte werden ausgeliefert.

Da Google Subdomains (z.B. blog.####.de und auch www.####.de) als eigenständige Quellen von Inhalten behandelt, sollten Seitenbetreiber beim Start eines Projektes immer selber eine bevorzugte Domain über den HTTP Status Code und Google Webmaster Tools bestimmen.

So vermeidet man von Anfang an duplicated content und legt schon mal einen Grundstein für die reibungslose und gesteuerte Indexierung von Inhalten. Den soweit es geht, sollte man aus der Sicht eines Suchmaschinenoptimierers, möglichst vieles selber beeinflussen bzw. gestalten, anstatt Google die Entscheidung zu überlassen.

301 Weiterleitung bestehender Startseiten

Mitunter kommt es vor, das die Inhalte einer Startseite über verschiedene URLs zu erreichen sind. Beispiele:

http://www.####.com
http://www.####.com/index
http://www.####.com/int/show1/index
http://www.####.com/id/1/title/Home
Das führt dazu, dass die Startseite unter verschiedenen URLs indexiert und eventuell auch verlinkt wird. Neben duplicate content spielt in diesem Zusammenhang – besonders bei populären Webseiten – die Verweise anderer Webseiten auf die bestehenden Startseiten eine wichtige Rolle. Diese können von besonders vertrauenswürdigen, autoritären und/oder Webseiten mit einem hohen PageRank kommen.

Bei bestehenden Projekten sollte deswegen immer eine Startseite definiert werden und alle existierenden Startseiten URLs eine 301 Weiterleitung zu der einzig bestehenden Startseite bekommen.

Was für die verschiedenen Startseiten URLs gilt, gilt ebenso für alle wichtigen URLs von Unterseiten wie beispielsweise Kategorien, Produktseiten, etc. bei einem Umzug einer Domain.

301 Weiterleitungen bei Domain Umzügen

Eine 301 Weiterleitung sorgt auch dafür, dass neben dem PageRank auch der gesamte Linkjuice einer URL weitervererbt wird. Das kommt besonders bei Domainumzügen oder Zusammenlegungen von Projekten zum tragen. In solchen Fällen sollte der Überprüfung und ggf. Berichtigung bestehender und wichtiger Backlinks eine hohe Bedeutung zugeordnet werden. Das kann den Erfolg des Relaunches erheblich beeinflussen. Da aber gewiss nicht alle Backlinks korrigiert werden können, sorgen zumindest die 301 Weiterleitungen aber für ie Vererbeung des Linkjuice.

Die beste Übersicht über die bestehenden Backlinks eines Projektes erhält man duch die Auswertung der angezeigten Backlinks vom Google Webmaster Tool, der Auswertung der Log-Files des Servers und dem Backlinkcheck bei Yahoo! (linkdomain:http://www.####.de und bei einzelnen URLs über den Site Explorer).

Mehr zum Thema 301 Weiterleitung findet Ihr auch in diesem Google Hilfsartikel: http://www.google.com/support/webmasters/bin/answer.py?hl=de&answer=93633.

Die Seitenanalyse – Indexierte URL

Bei einer Seitenanalyse verschaffen wir uns über die Site-Abfrage (site:example.com) bei Google erstmal einen Eindruck über die URL’s die bereits von der Domain indexiert sind. Je nach länderspezifischer Ausrichtung findet die Site-Abfrage auch bei der spezifischen Google Top Level Domain statt (example.com bei Google.com, example.de bei Google.de).

Die Zahl und die Erfassung der tatsächlich von Google indexierten Seiten (damit meine ich wirklich alle Suchergebnisseiten durchklicken!) sind bei der Suchmaschinenoptimierung ein grundlegender Faktor.

Einfach ausgedrückt, sind die indexierten Seiten bei Google momentan die einzigen, die die Suchmaschinen im Bedarfsfall bzw. bei Relevanz an den Nutzer ausliefert. Darum ist es wichtig erstmal mit den Seiten im Index anzufangen und nach Fehlern Ausschau zu halten.

Ziel der Suchmaschinenoptimierung sollte es daher auch immer sein, die optimale Indexierung der Inhalte zu gewährleisten, damit sie bei Bedarf dem Nutzer über die Suchanfrage zur Verfügung stehen. Gleichzeitig gilt es Barrieren die der optimalen Indexierung im Wege stehen, beiseite zu räumen. Denn je mehr die Suchmaschinen Probleme haben mit dem Erreichen von Inhalten, Duplicate Content, etc. desto weniger Zeit haben sie, die Inhalte vollständig zu crawlen und zu indexieren.

Titel

Suchmaschinen gewichten Suchbegriffe im Titel eines Dokuments besonders hoch. Also schenken wir diesen eine besondere Bedeutung.

Sind sie unique? Wie sind die Seitentitel aufgebaut? Findet ein Branding statt?

Leider gibt es häufig viele Defizite bei den Linktiteln der indexierten Seiten. Hier wird sehr wertvoller Raum für die sinnvolle Unterbringung von Keywords vergeudet. Ein weiterer Fehler: Häufig fehlen bei PDF-Dateien aussagekräftige Titel.
Gleichzeitig konkurrieren Titel und Snippet jeder URL auf der Suchergebnisseite um die Aufmerksamkeit und die Gunst der Suchmaschinennutzer.

Description / Snippets

Wie sehen die Snippets aus? Google Snippet oder Description Tag? Ergänzen sie den Titel?

Werden keine Description erzeugt bzw. verwendet ist das ein großer Nachteil. Ohne Description-Tag nimmt Google den ersten lesbaren Textabschnitt der Seite, von dem es meint es beschreibt den Inhalt der Webseite am besten und präsentiert diesen den Nutzer. Bei der Suchmaschinenoptimierung gilt aber: Was ich selber gestalten und beeinflussen kann, dass sollte ich auch selbst gestalten.

Jeder Beschreibungstext sollte dabei so geschrieben werden, dass er den Nutzer von Google zu einem Besuch der Seite veranlasst und den Suchbegriff aus dem Titel bzw. das Hauptthema des Seiteninhalts beinhalten (damit er auch angezeigt wird). Hier sollten (falls vorhanden) auf jeden Fall positive Erfahrungen und Erkenntnisse aus Google AdWords bzw. erfolgreichen Anzeigentexten (Formulierung, Inhalt) mit einfließen. Schließlich haben diese Texte sich schon beim gleichen Publikum (Suchmaschinennutzer) bewährt.

Mehr dazu: Die richtige Description

URL

Die URL ist kein direkter Rakingfaktor, dennoch kann ein logisch strukturierte URL mit vorhandenen Suchbegriffen die Klickrate (und somit das Ranking) positiv beeinflussen. Zumal auf der Suchergebnisseite der vorhandenen Suchbegriff in allen Ergebnissen hervorgehoben wird.

Vermeiden sollten sie: CMS-internen Angaben (z.B. id=34), Unterstriche, Session ID‘s und Fragezeichen.

Solche Anhaltspunkte (Vorhandensein von Suchbegriffen im header und body tag eines HTML Dokuments) sind für Google als textbasierte Suchmaschine immens wichtig, um die Relevanz zur Suchanfrage des Nutzers herzustellen. Dabei sind die Stellen an denen der Suchbegriff vorkommt von großer Bedeutung.

Mehr zu URL und SEO: Lesbare URL

Der Grundansatz von Google lautet in diesem Fall:
Taucht der Begriff in dem Titel, der Überschrift und dem Body-Part des HTML-Dokuments auf, so muss doch eigentlich auch eine Relevanz zu diesem Begriff bestehen.