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301 HTTP Statuscode

Jede HTTP-Anfrage vom Browser an den Server wird mit einem HTTP-Statuscode beantwortet. Im Normalfall erhält der Browser einen 200 Statuscode und die entsprechenden Inhalte werden ausgeliefert.

Da Google Subdomains (z.B. blog.####.de und auch www.####.de) als eigenständige Quellen von Inhalten behandelt, sollten Seitenbetreiber beim Start eines Projektes immer selber eine bevorzugte Domain über den HTTP Status Code und Google Webmaster Tools bestimmen.

So vermeidet man von Anfang an duplicated content und legt schon mal einen Grundstein für die reibungslose und gesteuerte Indexierung von Inhalten. Den soweit es geht, sollte man aus der Sicht eines Suchmaschinenoptimierers, möglichst vieles selber beeinflussen bzw. gestalten, anstatt Google die Entscheidung zu überlassen.

301 Weiterleitung bestehender Startseiten

Mitunter kommt es vor, das die Inhalte einer Startseite über verschiedene URLs zu erreichen sind. Beispiele:

http://www.####.com
http://www.####.com/index
http://www.####.com/int/show1/index
http://www.####.com/id/1/title/Home
Das führt dazu, dass die Startseite unter verschiedenen URLs indexiert und eventuell auch verlinkt wird. Neben duplicate content spielt in diesem Zusammenhang – besonders bei populären Webseiten – die Verweise anderer Webseiten auf die bestehenden Startseiten eine wichtige Rolle. Diese können von besonders vertrauenswürdigen, autoritären und/oder Webseiten mit einem hohen PageRank kommen.

Bei bestehenden Projekten sollte deswegen immer eine Startseite definiert werden und alle existierenden Startseiten URLs eine 301 Weiterleitung zu der einzig bestehenden Startseite bekommen.

Was für die verschiedenen Startseiten URLs gilt, gilt ebenso für alle wichtigen URLs von Unterseiten wie beispielsweise Kategorien, Produktseiten, etc. bei einem Umzug einer Domain.

301 Weiterleitungen bei Domain Umzügen

Eine 301 Weiterleitung sorgt auch dafür, dass neben dem PageRank auch der gesamte Linkjuice einer URL weitervererbt wird. Das kommt besonders bei Domainumzügen oder Zusammenlegungen von Projekten zum tragen. In solchen Fällen sollte der Überprüfung und ggf. Berichtigung bestehender und wichtiger Backlinks eine hohe Bedeutung zugeordnet werden. Das kann den Erfolg des Relaunches erheblich beeinflussen. Da aber gewiss nicht alle Backlinks korrigiert werden können, sorgen zumindest die 301 Weiterleitungen aber für ie Vererbeung des Linkjuice.

Die beste Übersicht über die bestehenden Backlinks eines Projektes erhält man duch die Auswertung der angezeigten Backlinks vom Google Webmaster Tool, der Auswertung der Log-Files des Servers und dem Backlinkcheck bei Yahoo! (linkdomain:http://www.####.de und bei einzelnen URLs über den Site Explorer).

Mehr zum Thema 301 Weiterleitung findet Ihr auch in diesem Google Hilfsartikel: http://www.google.com/support/webmasters/bin/answer.py?hl=de&answer=93633.

Die Seitenanalyse – Indexierte URL

Bei einer Seitenanalyse verschaffen wir uns über die Site-Abfrage (site:example.com) bei Google erstmal einen Eindruck über die URL’s die bereits von der Domain indexiert sind. Je nach länderspezifischer Ausrichtung findet die Site-Abfrage auch bei der spezifischen Google Top Level Domain statt (example.com bei Google.com, example.de bei Google.de).

Die Zahl und die Erfassung der tatsächlich von Google indexierten Seiten (damit meine ich wirklich alle Suchergebnisseiten durchklicken!) sind bei der Suchmaschinenoptimierung ein grundlegender Faktor.

Einfach ausgedrückt, sind die indexierten Seiten bei Google momentan die einzigen, die die Suchmaschinen im Bedarfsfall bzw. bei Relevanz an den Nutzer ausliefert. Darum ist es wichtig erstmal mit den Seiten im Index anzufangen und nach Fehlern Ausschau zu halten.

Ziel der Suchmaschinenoptimierung sollte es daher auch immer sein, die optimale Indexierung der Inhalte zu gewährleisten, damit sie bei Bedarf dem Nutzer über die Suchanfrage zur Verfügung stehen. Gleichzeitig gilt es Barrieren die der optimalen Indexierung im Wege stehen, beiseite zu räumen. Denn je mehr die Suchmaschinen Probleme haben mit dem Erreichen von Inhalten, Duplicate Content, etc. desto weniger Zeit haben sie, die Inhalte vollständig zu crawlen und zu indexieren.

Titel

Suchmaschinen gewichten Suchbegriffe im Titel eines Dokuments besonders hoch. Also schenken wir diesen eine besondere Bedeutung.

Sind sie unique? Wie sind die Seitentitel aufgebaut? Findet ein Branding statt?

Leider gibt es häufig viele Defizite bei den Linktiteln der indexierten Seiten. Hier wird sehr wertvoller Raum für die sinnvolle Unterbringung von Keywords vergeudet. Ein weiterer Fehler: Häufig fehlen bei PDF-Dateien aussagekräftige Titel.
Gleichzeitig konkurrieren Titel und Snippet jeder URL auf der Suchergebnisseite um die Aufmerksamkeit und die Gunst der Suchmaschinennutzer.

Description / Snippets

Wie sehen die Snippets aus? Google Snippet oder Description Tag? Ergänzen sie den Titel?

Werden keine Description erzeugt bzw. verwendet ist das ein großer Nachteil. Ohne Description-Tag nimmt Google den ersten lesbaren Textabschnitt der Seite, von dem es meint es beschreibt den Inhalt der Webseite am besten und präsentiert diesen den Nutzer. Bei der Suchmaschinenoptimierung gilt aber: Was ich selber gestalten und beeinflussen kann, dass sollte ich auch selbst gestalten.

Jeder Beschreibungstext sollte dabei so geschrieben werden, dass er den Nutzer von Google zu einem Besuch der Seite veranlasst und den Suchbegriff aus dem Titel bzw. das Hauptthema des Seiteninhalts beinhalten (damit er auch angezeigt wird). Hier sollten (falls vorhanden) auf jeden Fall positive Erfahrungen und Erkenntnisse aus Google AdWords bzw. erfolgreichen Anzeigentexten (Formulierung, Inhalt) mit einfließen. Schließlich haben diese Texte sich schon beim gleichen Publikum (Suchmaschinennutzer) bewährt.

Mehr dazu: Die richtige Description

URL

Die URL ist kein direkter Rakingfaktor, dennoch kann ein logisch strukturierte URL mit vorhandenen Suchbegriffen die Klickrate (und somit das Ranking) positiv beeinflussen. Zumal auf der Suchergebnisseite der vorhandenen Suchbegriff in allen Ergebnissen hervorgehoben wird.

Vermeiden sollten sie: CMS-internen Angaben (z.B. id=34), Unterstriche, Session ID‘s und Fragezeichen.

Solche Anhaltspunkte (Vorhandensein von Suchbegriffen im header und body tag eines HTML Dokuments) sind für Google als textbasierte Suchmaschine immens wichtig, um die Relevanz zur Suchanfrage des Nutzers herzustellen. Dabei sind die Stellen an denen der Suchbegriff vorkommt von großer Bedeutung.

Mehr zu URL und SEO: Lesbare URL

Der Grundansatz von Google lautet in diesem Fall:
Taucht der Begriff in dem Titel, der Überschrift und dem Body-Part des HTML-Dokuments auf, so muss doch eigentlich auch eine Relevanz zu diesem Begriff bestehen.

Google Bildersuche

Genau wie die Google Websuche, soll auch die Bildersuche des Giganten aus Mountain View den Usern nützliche und relevante Ergebnisse liefern. Es gibt aber ein paar grundlegende Unterschiede im Verhalten der User und der  Suchmaschine, auf die ich jetzt im einzelnen eingehen werde.

Einer der wohl wichtigsten Unterschiede besteht darin, dass der Benutzer bei der Suche Wesentliche subjektivere Ergebnis sucht. Wenn der Nutzer “rote Rose” eingibt, dann sucht er nach dem spezifischen Bild einer roten Rose, das er sich gerade vorstellt. Farbe der Rose, Entfernung zum Objekt, Rosenart, alles muss dem User gefallen.

Userverhalten Google Bildersuche

Gleichzeitig haben wir es bei der Bildersuche auch mit einem einzigartigen Suchverhalten der Nutzer zu tun. Bei der Bildersuche von Google gibt es eigentlich kein Ranking-Denken. Das Bild was dem Nutzer gefällt muss nicht unbedingt auf der ersten Seite zu finden sein, vielmehr neigen die Nutzer bei der Bildersuche dazu beachtlich mehr Suchergebnisseiten, nach dem geeigneten Bild zu durchforsten. Wichtig ist nur, man findet das Bild das einem gefällt!

Funktion der Google Bildersuche

Grundsätzlich gibt es zwei Arten von Bildern auf einer Webseite. Es gibt Bilder die als im HTML-File zu einer lokalen oder externen Bildquelle verweisen (referrer) und Bilder die direkt im HTML-File übertragen werden (inline).

Beide Arten von Bildern auf Webseiten werden von Google, genau wie bei der Websuche auch, erst einmal gecrawlt und anschließend klassifiziert und indexiert. Mit den Bildern zusammen wird natürlich auch der gesamte umliegende Text (alt-tags, Bildtitel, Bildbeschreibung, Kommentare, etc.)  gecrawlt.

Die Klassifizierung erfolgt (diese klare Klassifizierung ist einer der Unterschiede zur Websuche), um den Nutzer anschließend eine Filterung der Ergebnisse zu ermöglichen. Die Filtermöglichkeiten (und damit die Klassifizierungskriterien) für die Ergebnisse der Google Bildersuche findet man auf der linken Seite.

Dazu gehören beispielsweise Foto oder Clip- bzw. Lineart, farbig oder schwarz-weiß oder auch ob das Bild über SafeSearch zusätzlich gefiltert werden muss. Das Google all diese unterschiedlichen Eigenschaften erkennt, zeigt schon sehr deutlich, wie gut die Suchmaschine mit Inhalten von Bildern umgehen kann. Texte in Bildern erkennen kann Google leider immer noch nicht…

Hier ist das auch ganz wichtig zu wissen, dass Google sehr effektiv ist auch bei Bildern Duplikate Content zu erkennen. Denn genauso wie bei der Websuche will man auch hier nicht dem Nutzer ein und dasselbe Bild mehrfach auf der Suchergebnisseite präsentieren.

Die Rankingfaktoren sind bei der Bildersuche ebenso unbekannt wie bei der Websuche auch. Natürlich darf man gemeinhin annehmen, dass wenn ein Bild entsprechend oft verlinkt wurde (unter Berücksichtigung der bekannten Regeln), es seine entsprechenden Auswirkungen auf das Ranking hat.

Bilder optimieren für die Google Bildersuche

Durch das stark subjektive Suchverhalten der User, muss man bei der Optimierung von Inhalten für die Google Bildersuche noch stärker den Nutzer in Betracht ziehen. Hier spielen in erster Linie immer die Qualität des Bildes und die Größe eine bedeutende Rolle.

Jedes Bild sollte sich eingebettet (inline) mit der höchstmöglichen Auflösung (unter Berücksichtigung von Ressourcen und Geschwindigkeit) im direkten Sichtfeld der Nutzer befinden. Von der Präsentation kleiner Vorschaubilder soll, kann, darf man verzichten und sollte der Präsentation des Bildes ruhig 2/3 der Fläche einräumen.

Die Landingpage sollte zudem immer das Bild enthalten, dass der User in den Suchergebnissen angezeigt bekommt. Da man auch hier davon ausgehen kann dass sich Google das Nutzerverhalten, nachdem verlassen der Suchergebnisseite genau anschaut, gilt es auch hier zu versuchen den Nutzer zu halten. Dazu gibt es die altbekannten und bewährten Methoden wie beispielsweise dem Nutzer verwandte Bilder in dieser Kategorie anzuzeigen oder auch die beliebtesten Bilder der Kategorie oder Seite.

Mein Reden

Ich muss ehrlich gestehen, dass ich dem Thema „PageRank sculpting“ (das gezielte Steuern des PageRank-Fließverhaltens auf der eigenen Webseite) immer schon skeptisch gegenüber stand.

An internen Links hatte das nofollow-Attribut meiner Meinung nach nichts zu suchen!

Wieso sind AGB’s oder das Impressum nicht PageRank würdig?

In diesem aktuellen Interview auf dem Google Webmaster Channel auf YouTube äußert sich Matt Cutts wie folgt:

„I would not use nofollow on internal Links“ und am Ende wird er sogar deutlicher und sagt: „(…) but I wouldn’t use nofollow, because I think that does more harm that good.“

Konkret: Vergeßt PageRank Sculpting! Der Aufwand ist das Resultat nicht Wert. Zumal die Wertigkeit des PageRank durch die Gesamtzahl der ausgehenden Links geteilt wird. Unabhängig davon, ob Links das nofollow-Attribut tragen oder nicht.

Matt empfiehlt eher die Seitenarchitektur zu verändern und so auf das Fließverhalten des PageRanks einzuwirken. Da bedeutet: Weniger ausgehende Links und alles was gesetzlich nicht „mit einem Klick von der Startseite erreicht werden muss“ bündeln auf Unterseiten.

Ein paar Worte zu Usability, SEO und Nutzerorientierung

Eine Webseite sollte immer für die konkrete Befriedigung der Belange des Nutzers konzipiert sein. In der Regel ist das die Informationssuche. Das ist eigentlich die grundlegende Vorgabe bei der Konzeption und der Realisierung von Internetpräsenzen, welche aber häufig sträflich missachtet wird.

Zielgerichtet und mit wenigen Klicks sollte der oder die Nutzer/in die gewünschten Informationen finden und betrachten können. Weniger ist hier wirklich mehr!

Wer die Webpräsenz – allen voran die Startseite – nur als rein mediales Kommunikationsmittel zur Verbreitung des Selbstbildes ansieht, der darf sich dann im Gegenzug nicht wundern, wenn eine entsprechende positive Resonanz derNutzer ausbleibt.

Ich glaube fest, dass einer der grundlegenden Faktoren für erfolgreiche Webseiten, im klaren Priorisieren der Nutzerbelange bei der Gestaltung der Webseiten und Bedienerfreundlichkeit des Systems liegt. Wie oft predige ich bei Unternehmen und Seitenbetreibern den Satz: Gestalten Sie die Webseite in erster Linie für den Nutzer und nicht nach Ihren Vorstellungen oder für Suchmaschinen

Corporate Identity vs Informationssuche

Natürlich haben hier schon vorher die Kommunikationsdesigner an der Webseite ihr Werk verrichtet, den schließlich ist die Webseite auch eine Schnittstelle zwischen Unternehmen und Kunden und damit klar den Kommunikationsmitteln zuordnen. Hier heißt es dann in einigen Fällen die Corporate Identity (CI) überdeutlich und mit geballter medialer Macht (meistens Flash & Sound), den Nutzer aufzudrängen.

Gelobt sei, wenn die Webdesigner oder Entwickler dann wenigstens die Möglichkeit des „Skip Intro“ geschaffen haben. Bei vielen Webseiten ohne diese unentbehrliche Hilfsmaßnahme, besitzen die Seiten eine zum Teil erschreckendeBounce Rate.

Nutzerorientiert heißt erfolgsorientiert

Sich am Nutzer zu orientieren, heißt aber im Umkehrschluss nicht, dass man keine Brands schaffen oder Marketingbotschaft übertragen kann. Vielmehr zeigen Beispiel aus dem Internet wie Google oder Twitter als jüngeres Beipsiel, wie man mit minimalistischen Auftreten zu globalen Marken werden kann.

Google hat nicht nur Erfolg bei den Nutzern wegen seines minimalistischen Auftretens, sondern weil das Unternehmen es schafft dem Nutzer wirklich relevante Ergebnisse für seine Suchanfrage zu präsentieren. Ob ein Ergebnis aber wirklich relevant ist, kann das Unternehmen aber erst aus der Auswertung des Nutzerverhaltens ermitteln.

Das Nutzerverhalten und die Usability werden deswegen weiter und im stetig wachsenden Umfang von Google bei seiner Ergebnisaufbereitung weiter berücksichtigt werden und mit entsprechende Faktoren und höheren Gewichtung gewürdigt.

Für Seitenbetreiber, Webdesigner und User Interface Manager heißt das im Klartext:  Orientiere ich mich also von vornherein klar an eine benutzerfreundliche und einfache Konzeption einer Webseite und lasse ich zudem noch das Wissen über die Gestaltung von suchmaschinenfreundlichen Webseiten einfließen, sind grundlegende Voraussetzungen für ein gutes Ranking gelegt.

Bounce Rate und Verweildauer sind bereits die bekanntesten Faktoren , die sich klar am Nutzerverhalten orientieren. Nach dem „Caffeine“-Update des Suchalgorithmus von Google sind Ladezeiten von Webseiten nun ein weiterer Rankingfaktor.

Doch das ist bei weitem nicht alles. Ein Blick in die Google Labs, lässt Einen erahnen wohin all diese Entwicklungen letztendlich hin führen werden. Schon heute kann man hier mit einer Applikation von Google Labs selbst die Ergebnisse verändern (Promote) oder sogar löschen (Remove), was schon seit geraumer Zeit mithilfe dieser Applikation und Anmeldung bei Google Labs möglich ist, ist nun für alle Nutzer möglich. Zwar funktioniert das derzeit nur mit den Ergebnissen von Google.com, aber die Einführung von „Site Comments“ hier in Deutschland ist wohl nur der erste Vorbote der neuen direkt von Nutzern gestalteten Google SERP´s weltweit.
In diesem Zusammenhang gewinnt auch die Tatsache, dass Google weltweit die personalisierte Suche, basierend auf dem Webprotokoll, der mithilfe Cookies im Browser das Nutzerverhalten beobachtet (Datenschützer gebt acht) und die Suchhistorie 180 Tage lang aufzeichnet.

Der unerfahrenen Nutzer bekommt also künftig in der Regel automatisch eine personalisierte Suche.

Google 2020 – Jedem seine Suche

Hinter jeder Suchanfrage steht im Zweifelsfall immer ein ganz spezifisches Interesse. Allein der Begriff: “Waschmaschine 60cm“ kann bedeuten, dass der Nutzer nach Informationen zum Kauf, zur Aufstellung, zum Einbau, zur Reparatur oder ein sonstiges Interesse damit verbindet. Also macht es im Grunde genommen auch Sinn, wenn die Suchmaschine möglichst viele persönliche Informationen über den Nutzenden besitzt, um sein genaues Interesse hinter der Suchanfrage zu deuten.

Denn wenn ich weiß, wer den Nutzer ist und was für Interessen er besitzt, dann ist es mir möglich ihn ein wesentlich relevanteres Suchergebnis zu liefern. Voraussetzung ist natürlich das ein Webprotokoll über mich existiert oder ich einen Account bei der Suchmaschine besitze und eingeloggt bin.

Bei unserem konkreten Beispiel könnte das bedeuten, dass wenn der Nutzer bereits mehrere Waschmaschinen auf Shopseiten besucht oder bei Google gebookmarkt hat, das ihm in den SERPs nun vielleicht eher kommerzielle Angebote präsentiert werden.

Ein oder eine Auszubildende/r von Miele hat vielleicht eher Foren und Informationsseiten besucht und vielleicht gebookmarkt sowie einige spezifische Blogs (und verfolgt sie bei Google Reader), so  dass ihm eher Informationsseiten präsentiert werden.

Schon jetzt ist Google unglaublich effizient in der Deutung von Suchanfragen und der Präsentation von entsprechenden relevanten Ergebnissen. Stichwort „universal search“. Google ist bestrebt dem Nutzer zu einer Suchanfrage alle relevanten Informationen zu liefern. Diese können dabei von den unterschiedlichsten Quellen kommen und werden je nach Keyword auch in der Präsentation anders gewichtet.

Gibt man beispielsweise ein populäres Nachrichtenthema ein, dann wird man aller Voraussicht nach News-Ergebnisse weit oben präsentiert bekommen. Gibt man den Namen eines populären Schauspielers ein, dann werden Bildergebnisse und Videoergebnisse populärer präsentiert.

Selbst die Präsentation sprich die Positionen der einzelnen Suchergebnisse (News, Bilder, Video) unterscheidet sich nach der Suchanfrage. Bei der Suchanfrage Angela Merkel bekommt man zuerst News, Webseiten, Bilder, Blogposts und dann Videos angezeigt. Bei der Suchanfrage Mario Barth bekommt man zuerst Webseiten, Videos, und dann News und Bilderergebnisse.

Sicherlich eine intelligente Aufbereitung, die wohl auch den Interessen der Nutzer entgegenkommt.

Suchmaschinenoptimierung = Usabilityoptimierung

Faktoren die für die Suchmaschinenoptimierung von Bedeutung sind wie: kurze Ladezeiten, Standardkonformität und flache hierarchische Navigationsstrukturen, spielen auch aus Sicht der Nutzer eine wesentliche Rolle. Diese und weitere Veränderungen hinsichtlich der Suchmaschinenoptimierung, gehen mit einer eindeutigen Verbesserung der Usability einher.

Ein SEO muss eine Website deshalb immer von zwei Seiten betrachten. Einmal aus der Sicht der Suchmaschinen und durch die Augen der Nutzer. Denn für dieses geschätzte Wesen optimieren wir schließlich die Seiten. Es ist doch Unsinnig mit SEO-Maßnahmen gegen alle Nutzerinteressen zu verstoßen, um dann durch ein Top-Ranking wieder im Mittelpunkt des Nutzerinteresses zu stehen.

Internet – Information pur

Das Internet wurde im Sinne einer allgemeinen und frei zugänglichen Informationsmediums weiter entwickelt und hat dadurch auch seine wahre Bestimmung gefunden. Diesen Grundgedanken gilt es bei der Konzipierung von Webseiten immer vor Augen haben. Einzigartige, interessante und wissenswerte Informationen zu präsentieren und Sie dem/der Nutzer/in einfach und bequem zugänglich zu machen.

Wie leidvoll ist es doch, wenn man auf der Suche nach Informationen immer wieder auf quälend lange Ladeprozesse warte, damit mir ein Unternehmen sein gewünschtes Unternehmensbild oder Marketingbotschaft vermitteln kann.
Erfolgreiche Webseiten – insbesondere von Unternehmen – entstehen erst dann, wenn die Verantwortlichen den Wert von qualifizierten Besuchern erkannt haben und ihre Webseite nicht bloß als einen weiteren Kanal für die Vermittlung ihrer Marketingbotschaft ansehen. Interaktion und Kommunikation mit dem Kunden sind hier die neuen Themen die in den Vordergrund treten.

Natürlich kann die CI in allen erdenklichen Formen und dem notwendigen Umfang in die Gestaltung der Webseite mit einfließen, doch bildet sie nicht die Eintrittskarte die gelöst werden, muss bevor man Zugang zu der gewünschten Information erhält.