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Verwendung von Bildern auf Webseiten

Bilder beschreiben immer sehr treffend Inhalte oder verdeutlichen diese auf wunderbare Weise. Gleichzeitig ist die Präsentation von reinen Texten für die Besucher oftmals recht langweilig, wenn sie nicht durch Bilder einen wenig aufgelockert wird.

Bei der Präsentation von Bildern auf Webseiten muss man aber generell wissen, dass der GoogleBot nicht die Inhalte von Bildern auslesen und somit keinerlei eindeutige Aussage über den Inhalt treffen kann.

In seine Richtlinien schreibt Google:

  • Verwenden Sie zur Anzeige wichtiger Namen, Links oder wichtigen Contents keine Bilder, sondern Text. In Bildern enthaltener Text wird vom Google-Crawler nicht erkannt. Wenn Sie Bilder für Text-Content verwenden müssen, verwenden Sie das Attribut „ALT“, um beschreibenden Text einzufügen.

und weiter

  • Stellen Sie sicher, dass alle Ihre TITLE-Tags und ALT-Attribute aussagekräftig und eindeutig sind.

Daraus entnehmen wir schon mal die wichtigsten Grundregeln für die Verwendung von Bildern:

  • Wichtige Links (z.B. Links die der Navigation auf der Webseite dienen und/oder wichtige Inhalte bezeichnen) immer auch über einen Textlink erreichbar machen.
  • Wichtige Inhalte (z.B. Suchbegriff im Slogan, Headlines und Sublines, etc.) immer in Textform präsentieren.
  • Jedes Bild mit einzigartigen, korrekten sowie sinnvollen Title-Attributen und Beschreibungstexte im ALT-Attribut versehen. Wichtig aus SEO Sicht, der Usability wegen und weil ich voll hinter der Idee der Barrierefreiheit bzw. Barrierearmut des Internets stehe.
  • Werden nur Bilder präsentiert ohne beschreibenden Kontext (z.B. automatisiert), dann Möglichkeiten für „user generated content“ (Kommentare) schaffen.

Wer?, Wo?, Wann?, Was? und Warum?

Bei der Erstellung einer Beschreibung für jedes einzelne Bild hält man sich am Besten an die 5 Fragen mit W, wie man sie aus dem Journalismus kennt.

  • Wer?
  • Wo?
  • Wann?
  • Was?
  • Warum?

Die letzte Frage: Warum? Ergibt sich für den Leser in der Regel aus dem Kontext, in dem das Bild eingebettet ist. Ansonsten versuchen alle Fragen – die beantwortet werden können – mit 80 Zeichen zu beantworten.

Beispiel:

Leere Pizzakartons auf dem Esstisch nach dem gemeinsamen Mittagessen am Freitag.

ALT-Text: Leere Pizzakartons auf dem Esstisch nach dem gemeinsamen Mittagessen am Freitag. (Genau 80 Zeichen)

Länge der Beschreibung

Der beschreibende Text im ALT-Attribut sollte immer kurz und prägnant den Bildinhalt beschreiben und sich auf 80 Zeichen beschränken. Dazu muss man wissen, dass der Alternativ-Text (er wird definiert über den Inhalt des ALT-Attributs) ein Ersatz für den Inhalt des Bildes darstellen soll.

Das kommt besonders zum tragen, wenn der User Agent keine Bilder anzeigen kann oder der Benutzer sie nicht sehen kann (Menschen mit besonderen Bedürfnissen wie beispielsweise Sehbehinderte und Blinde).

Für die Benutzung des Internets sind für diese Menschen noch weitere Hilfsmittel notwendig wie zum Beispiel ein Screen Reader oder eine Braille-Zeile (kann maximal 80 Zeichen darstellen, deswegen auch die Beschränkung der Zeichenzahl).

Title-Attribut

Verbirgt sich hinter dem Bild ein Link (zumeist Banner), dann gewinnt das Title-Attribut an Bedeutung. In diesem Fall sollte das das Title-Attribut immer das Linkziel beschreiben.

Beispiel:

Title-Attribut: Startseite SEO Deutschland

ALT-Attribut: Logo der hannoverschen Agentur SEO Deutschland

Mehr Informationen zur Google Bildersuche (Image Search) erhaltet ihr in diesem älteren Beitrag.

Google Bildersuche

Genau wie die Google Websuche, soll auch die Bildersuche des Giganten aus Mountain View den Usern nützliche und relevante Ergebnisse liefern. Es gibt aber ein paar grundlegende Unterschiede im Verhalten der User und der  Suchmaschine, auf die ich jetzt im einzelnen eingehen werde.

Einer der wohl wichtigsten Unterschiede besteht darin, dass der Benutzer bei der Suche Wesentliche subjektivere Ergebnis sucht. Wenn der Nutzer “rote Rose” eingibt, dann sucht er nach dem spezifischen Bild einer roten Rose, das er sich gerade vorstellt. Farbe der Rose, Entfernung zum Objekt, Rosenart, alles muss dem User gefallen.

Userverhalten Google Bildersuche

Gleichzeitig haben wir es bei der Bildersuche auch mit einem einzigartigen Suchverhalten der Nutzer zu tun. Bei der Bildersuche von Google gibt es eigentlich kein Ranking-Denken. Das Bild was dem Nutzer gefällt muss nicht unbedingt auf der ersten Seite zu finden sein, vielmehr neigen die Nutzer bei der Bildersuche dazu beachtlich mehr Suchergebnisseiten, nach dem geeigneten Bild zu durchforsten. Wichtig ist nur, man findet das Bild das einem gefällt!

Funktion der Google Bildersuche

Grundsätzlich gibt es zwei Arten von Bildern auf einer Webseite. Es gibt Bilder die als im HTML-File zu einer lokalen oder externen Bildquelle verweisen (referrer) und Bilder die direkt im HTML-File übertragen werden (inline).

Beide Arten von Bildern auf Webseiten werden von Google, genau wie bei der Websuche auch, erst einmal gecrawlt und anschließend klassifiziert und indexiert. Mit den Bildern zusammen wird natürlich auch der gesamte umliegende Text (alt-tags, Bildtitel, Bildbeschreibung, Kommentare, etc.)  gecrawlt.

Die Klassifizierung erfolgt (diese klare Klassifizierung ist einer der Unterschiede zur Websuche), um den Nutzer anschließend eine Filterung der Ergebnisse zu ermöglichen. Die Filtermöglichkeiten (und damit die Klassifizierungskriterien) für die Ergebnisse der Google Bildersuche findet man auf der linken Seite.

Dazu gehören beispielsweise Foto oder Clip- bzw. Lineart, farbig oder schwarz-weiß oder auch ob das Bild über SafeSearch zusätzlich gefiltert werden muss. Das Google all diese unterschiedlichen Eigenschaften erkennt, zeigt schon sehr deutlich, wie gut die Suchmaschine mit Inhalten von Bildern umgehen kann. Texte in Bildern erkennen kann Google leider immer noch nicht…

Hier ist das auch ganz wichtig zu wissen, dass Google sehr effektiv ist auch bei Bildern Duplikate Content zu erkennen. Denn genauso wie bei der Websuche will man auch hier nicht dem Nutzer ein und dasselbe Bild mehrfach auf der Suchergebnisseite präsentieren.

Die Rankingfaktoren sind bei der Bildersuche ebenso unbekannt wie bei der Websuche auch. Natürlich darf man gemeinhin annehmen, dass wenn ein Bild entsprechend oft verlinkt wurde (unter Berücksichtigung der bekannten Regeln), es seine entsprechenden Auswirkungen auf das Ranking hat.

Bilder optimieren für die Google Bildersuche

Durch das stark subjektive Suchverhalten der User, muss man bei der Optimierung von Inhalten für die Google Bildersuche noch stärker den Nutzer in Betracht ziehen. Hier spielen in erster Linie immer die Qualität des Bildes und die Größe eine bedeutende Rolle.

Jedes Bild sollte sich eingebettet (inline) mit der höchstmöglichen Auflösung (unter Berücksichtigung von Ressourcen und Geschwindigkeit) im direkten Sichtfeld der Nutzer befinden. Von der Präsentation kleiner Vorschaubilder soll, kann, darf man verzichten und sollte der Präsentation des Bildes ruhig 2/3 der Fläche einräumen.

Die Landingpage sollte zudem immer das Bild enthalten, dass der User in den Suchergebnissen angezeigt bekommt. Da man auch hier davon ausgehen kann dass sich Google das Nutzerverhalten, nachdem verlassen der Suchergebnisseite genau anschaut, gilt es auch hier zu versuchen den Nutzer zu halten. Dazu gibt es die altbekannten und bewährten Methoden wie beispielsweise dem Nutzer verwandte Bilder in dieser Kategorie anzuzeigen oder auch die beliebtesten Bilder der Kategorie oder Seite.