Gedanken zum Keyword-Attribut

Suchmaschinen beachten schon lange nicht mehr das Keyword Attribut als Rankingfaktor. Aber im Zusammenhang mit der neu aufkommenden und großen Bedeutung von Social Media Kanälen wie beispielsweise mister-wong, folkd, oneview oder digg nimmt dieses Attribut wieder eine wichtige Rolle ein.

Grundlage der Suchmaschinenoptimierung – Selbst gestalten

Eine wichtige Voraussetzung in der Suchmaschinenoptimierung ist die Tatsache, dass man versucht seine Präsentation im Internet und in den Suchergebnissen so nutzerfreundlich bzw. einladend wie möglich zu gestalten.

So sollten Titel immer zur Suchanfrage des Nutzers passen sowie den Inhalt der Seite treffend bezeichnen und die Snippets (Descriptions) sollten im Idealfall eine Weiterführung des Titels sein und/oder ihn ergänzen. Also selber Hand anlegen und kreative sowie einzigartige Titel und Description (sollte mindestens einmal den Suchbegriff aus dem Titel beinhalten) für jede einzelne Unterseite anfertigen.

Description Attribut

Das Description Attribut für jede einzelne Unterseite sollte immer eine genaue und einladende Beschreibung des Inhaltes einer Webseite beinhalten. Nach dem Titel ist das Snippet, das gegebenenfalls dem Description-Attribut entspringt, die nächste wichtige Information die der Nutzer anhand der Suchergebnisseite über den Inhalt der Webseite erfährt.

Dies ermöglicht Seitenbetreibern, eine aussagekräftigere und einladendere Beschreibung innerhalb der Ergebnisseiten von Suchmaschinen zu erlangen und so die Klickraten positiv zu beeinflussen.

Gerne können auch Erfahrung mit der Formulierung von erfolgreichen Anzeigentexten aus Google AdWords für die spezifischen Kategorien bzw. Produkte einfließen. Schließlich handelt es sich um die gleiche Zielgruppe: Suchmaschinennutzer.

Ein guter Seitentitel in Verbindung mit einem hervorragenden Beschreibungstext, kann erheblich dazu beitragen, dass mehr Besucher die URL besuchen, auch wenn sie vielleicht nur an der 4. oder 5. Stelle in den Suchergebnissen platziert ist. Wichtig ist es die Intension des Suchenden zu erahnen und ihm mit dem Titel und Snippet zu befriedigen, d.h. zum Klick zu veranlassen.

Verwendet man das Description Attribut nicht, so verwendet Google beispielsweise verwertbare Textanteile des Inhalts, die aus ihrer Sicht den Inhalt am besten für den Nutzer beschreiben. Das führt manchmal zu unschönen Snippets.

Das Konsortium W3C hat die Länge des Description Attribut nicht genau spezifiziert, längere Texte als 155 Zeichen (mit Leerzeichen) werden aber zum Beispiel von Google abgekürzt.

Keyword Attribut und Social Media

Mit dem Keyword Attribut verhält es sich ähnlich. Wenn Nutzer dieser Social Media Angebote ihre Webseite abspeichern möchten, dann greifen diese System häufig für das „tagging“ ihrer Inhalte auf das Keyword Attribut zurück. Darum ist es immer sehr wichtig 3-8 Keywords zu haben, die den Inhalt der Webseite und auch ihr Gesamtangebot treffend bezeichnen. Diese werden dann von den Systemen automatisch übernommen. Wichtige Suchbegriffe sollten ebenso genutzt werden, wie weitere einzigartige Suchbegriffe für jede einzelne Seite.

Es ist aber immer besser selber die Kontrolle über diese Begrifflichkeit zu haben, als ihre Benennung komplett den Nutzern zu überlassen.

Die Validierung

Die Standardkonformität einer Webseite biete eine solide Grundlage dafür, dass die Crawler der Suchmaschinen (z.B. GoogleBot) vollen Zugriff zu den Inhalten einer Webseite erhalten. Das Crawlen wiederum ist die Basis dafür, dass die Inhalte einer Webseite auch in den Index aufgenommen bzw. übermittelt werden. Gleichwohl ist die Validität einer Webseite kein Rankingfaktor.

Die Validität einer Webseite bzw. ihrer Inhalte spielt aber gleichzeitig eine bedeutende Rolle hinsichtlich der Web-Accessibility. Damit gewährleisten Seitenbetreiber auch Menschen mit besonderen Bedürfnissen den Zugang zu den Inhalten.

Den Validator auf w3c.org findet Ihr unter dieser Adresse: http://validator.w3.org

Ich weiß aus eigener Erfahrung, dass eine vollständig barrierefreie Webseite, aus welchen Gründen auch immer, nicht zu verwirklichen ist. Dennoch sollten man versuchen den Zugang zu den Informationen so barrierearm wie möglich zu gestalten. Das ist gut für Bots und Menschen.

Verwendung von Bildern auf Webseiten

Bilder beschreiben immer sehr treffend Inhalte oder verdeutlichen diese auf wunderbare Weise. Gleichzeitig ist die Präsentation von reinen Texten für die Besucher oftmals recht langweilig, wenn sie nicht durch Bilder einen wenig aufgelockert wird.

Bei der Präsentation von Bildern auf Webseiten muss man aber generell wissen, dass der GoogleBot nicht die Inhalte von Bildern auslesen und somit keinerlei eindeutige Aussage über den Inhalt treffen kann.

In seine Richtlinien schreibt Google:

  • Verwenden Sie zur Anzeige wichtiger Namen, Links oder wichtigen Contents keine Bilder, sondern Text. In Bildern enthaltener Text wird vom Google-Crawler nicht erkannt. Wenn Sie Bilder für Text-Content verwenden müssen, verwenden Sie das Attribut „ALT“, um beschreibenden Text einzufügen.

und weiter

  • Stellen Sie sicher, dass alle Ihre TITLE-Tags und ALT-Attribute aussagekräftig und eindeutig sind.

Daraus entnehmen wir schon mal die wichtigsten Grundregeln für die Verwendung von Bildern:

  • Wichtige Links (z.B. Links die der Navigation auf der Webseite dienen und/oder wichtige Inhalte bezeichnen) immer auch über einen Textlink erreichbar machen.
  • Wichtige Inhalte (z.B. Suchbegriff im Slogan, Headlines und Sublines, etc.) immer in Textform präsentieren.
  • Jedes Bild mit einzigartigen, korrekten sowie sinnvollen Title-Attributen und Beschreibungstexte im ALT-Attribut versehen. Wichtig aus SEO Sicht, der Usability wegen und weil ich voll hinter der Idee der Barrierefreiheit bzw. Barrierearmut des Internets stehe.
  • Werden nur Bilder präsentiert ohne beschreibenden Kontext (z.B. automatisiert), dann Möglichkeiten für „user generated content“ (Kommentare) schaffen.

Wer?, Wo?, Wann?, Was? und Warum?

Bei der Erstellung einer Beschreibung für jedes einzelne Bild hält man sich am Besten an die 5 Fragen mit W, wie man sie aus dem Journalismus kennt.

  • Wer?
  • Wo?
  • Wann?
  • Was?
  • Warum?

Die letzte Frage: Warum? Ergibt sich für den Leser in der Regel aus dem Kontext, in dem das Bild eingebettet ist. Ansonsten versuchen alle Fragen – die beantwortet werden können – mit 80 Zeichen zu beantworten.

Beispiel:

Leere Pizzakartons auf dem Esstisch nach dem gemeinsamen Mittagessen am Freitag.

ALT-Text: Leere Pizzakartons auf dem Esstisch nach dem gemeinsamen Mittagessen am Freitag. (Genau 80 Zeichen)

Länge der Beschreibung

Der beschreibende Text im ALT-Attribut sollte immer kurz und prägnant den Bildinhalt beschreiben und sich auf 80 Zeichen beschränken. Dazu muss man wissen, dass der Alternativ-Text (er wird definiert über den Inhalt des ALT-Attributs) ein Ersatz für den Inhalt des Bildes darstellen soll.

Das kommt besonders zum tragen, wenn der User Agent keine Bilder anzeigen kann oder der Benutzer sie nicht sehen kann (Menschen mit besonderen Bedürfnissen wie beispielsweise Sehbehinderte und Blinde).

Für die Benutzung des Internets sind für diese Menschen noch weitere Hilfsmittel notwendig wie zum Beispiel ein Screen Reader oder eine Braille-Zeile (kann maximal 80 Zeichen darstellen, deswegen auch die Beschränkung der Zeichenzahl).

Title-Attribut

Verbirgt sich hinter dem Bild ein Link (zumeist Banner), dann gewinnt das Title-Attribut an Bedeutung. In diesem Fall sollte das das Title-Attribut immer das Linkziel beschreiben.

Beispiel:

Title-Attribut: Startseite SEO Deutschland

ALT-Attribut: Logo der hannoverschen Agentur SEO Deutschland

Mehr Informationen zur Google Bildersuche (Image Search) erhaltet ihr in diesem älteren Beitrag.

Bevorzugte Inhalte gegen Geld

In einem Artikel bei golem.de geht es um Netzneutralität, aber dieser Satz:

Das schließt auch aus, dass bestimmte Inhalte gegebenenfalls gegen Geld bevorzugt behandelt werden.

weckt in mir nicht sehr großes Vertrauen in die Zukunft. Schließlich demonstriert Google doch eindrucksvoll bei seinen Anzeigen, dass es im Endeffekt nur auf das Geld ankommt und schon stehen sogar bezahlte Anzeigen über den organischen Suchtreffern. Im Wissen, dass eine Vielzahl der Nutzer keine Unterscheidung zwischen organischen und bezahlten Suchergebnissen vornehmen.

Wenn das keine Bevorzugung von bestimmten Inhalten gegen Geld ist…

301 HTTP Statuscode

Jede HTTP-Anfrage vom Browser an den Server wird mit einem HTTP-Statuscode beantwortet. Im Normalfall erhält der Browser einen 200 Statuscode und die entsprechenden Inhalte werden ausgeliefert.

Da Google Subdomains (z.B. blog.####.de und auch www.####.de) als eigenständige Quellen von Inhalten behandelt, sollten Seitenbetreiber beim Start eines Projektes immer selber eine bevorzugte Domain über den HTTP Status Code und Google Webmaster Tools bestimmen.

So vermeidet man von Anfang an duplicated content und legt schon mal einen Grundstein für die reibungslose und gesteuerte Indexierung von Inhalten. Den soweit es geht, sollte man aus der Sicht eines Suchmaschinenoptimierers, möglichst vieles selber beeinflussen bzw. gestalten, anstatt Google die Entscheidung zu überlassen.

301 Weiterleitung bestehender Startseiten

Mitunter kommt es vor, das die Inhalte einer Startseite über verschiedene URLs zu erreichen sind. Beispiele:

http://www.####.com
http://www.####.com/index
http://www.####.com/int/show1/index
http://www.####.com/id/1/title/Home
Das führt dazu, dass die Startseite unter verschiedenen URLs indexiert und eventuell auch verlinkt wird. Neben duplicate content spielt in diesem Zusammenhang – besonders bei populären Webseiten – die Verweise anderer Webseiten auf die bestehenden Startseiten eine wichtige Rolle. Diese können von besonders vertrauenswürdigen, autoritären und/oder Webseiten mit einem hohen PageRank kommen.

Bei bestehenden Projekten sollte deswegen immer eine Startseite definiert werden und alle existierenden Startseiten URLs eine 301 Weiterleitung zu der einzig bestehenden Startseite bekommen.

Was für die verschiedenen Startseiten URLs gilt, gilt ebenso für alle wichtigen URLs von Unterseiten wie beispielsweise Kategorien, Produktseiten, etc. bei einem Umzug einer Domain.

301 Weiterleitungen bei Domain Umzügen

Eine 301 Weiterleitung sorgt auch dafür, dass neben dem PageRank auch der gesamte Linkjuice einer URL weitervererbt wird. Das kommt besonders bei Domainumzügen oder Zusammenlegungen von Projekten zum tragen. In solchen Fällen sollte der Überprüfung und ggf. Berichtigung bestehender und wichtiger Backlinks eine hohe Bedeutung zugeordnet werden. Das kann den Erfolg des Relaunches erheblich beeinflussen. Da aber gewiss nicht alle Backlinks korrigiert werden können, sorgen zumindest die 301 Weiterleitungen aber für ie Vererbeung des Linkjuice.

Die beste Übersicht über die bestehenden Backlinks eines Projektes erhält man duch die Auswertung der angezeigten Backlinks vom Google Webmaster Tool, der Auswertung der Log-Files des Servers und dem Backlinkcheck bei Yahoo! (linkdomain:http://www.####.de und bei einzelnen URLs über den Site Explorer).

Mehr zum Thema 301 Weiterleitung findet Ihr auch in diesem Google Hilfsartikel: http://www.google.com/support/webmasters/bin/answer.py?hl=de&answer=93633.