Mein Reden

Ich muss ehrlich gestehen, dass ich dem Thema „PageRank sculpting“ (das gezielte Steuern des PageRank-Fließverhaltens auf der eigenen Webseite) immer schon skeptisch gegenüber stand.

An internen Links hatte das nofollow-Attribut meiner Meinung nach nichts zu suchen!

Wieso sind AGB’s oder das Impressum nicht PageRank würdig?

In diesem aktuellen Interview auf dem Google Webmaster Channel auf YouTube äußert sich Matt Cutts wie folgt:

„I would not use nofollow on internal Links“ und am Ende wird er sogar deutlicher und sagt: „(…) but I wouldn’t use nofollow, because I think that does more harm that good.“

Konkret: Vergeßt PageRank Sculpting! Der Aufwand ist das Resultat nicht Wert. Zumal die Wertigkeit des PageRank durch die Gesamtzahl der ausgehenden Links geteilt wird. Unabhängig davon, ob Links das nofollow-Attribut tragen oder nicht.

Matt empfiehlt eher die Seitenarchitektur zu verändern und so auf das Fließverhalten des PageRanks einzuwirken. Da bedeutet: Weniger ausgehende Links und alles was gesetzlich nicht „mit einem Klick von der Startseite erreicht werden muss“ bündeln auf Unterseiten.

Langer Tag

Morgens erst ein Termin bei einer Aktiengesellschaft in Hannover und später ein Meeting in Göttingen zum Relaunch der Internetpräsenz einer Versicherungsgesellschaft. Ein langer Tag mit tiefen Erkenntnissen über die Unterschätzung der Bedeutung einer professionellen und umfassenden Keywordrecherche.

Vorhandenes Potential nutzen

In beiden Gesprächen wurde mir klar, das immer mehr Unternehmen den Onlinevertriebskanal entdecken und auch das große Potential, dass sich hinter dem Online Marketing verbirgt.

Bedingt durch fortschreitende Verbreitung des Netzes (Internet beinahe flächendecken, nahezu überall Internet Flatrate-Tarife vorhanden) und die Vereinfachung sowie Mobilisierung der Internetzugangsmöglichkeiten (Netbooks, IPad und Mobile Internet-Flatrates) ergeben sich quer durch alle Branchen und Nischen riesige Potentiale.
In diesem Zusammenhang gewinnt die Rolle der Suchmaschinen als primäre Schnittstelle zwischen Mensch und Internet bzw. mobilen Internet zunehmend an Bedeutung. Suchmaschinenmarketing ist mittlerweile unabdingbar geworden für die Vermarktung von Dienstleistungen, Produkten und Informationen.

Es gibt es im Online Marketing wiederum kein effizienteres Instrument, als das Suchmaschinenmarketing. Dank umfangreicher Analysetools zur Ausrichtung und des Monitorings sowie einer herausragenden Orientierung an die Zielgruppe.

Dabei sind die beiden Bereiche des Suchmaschinenmarketing, die Suchmaschinenoptimierung und die Suchmaschinenwerbung (Sponsored Ads, Paid Listings) eng miteinander verzahnt und können sich gegenseitig bei einem guten Konzept wirkungsvoll unterstützen. Gleichzeitig muss das Suchmaschinenmarketing aber komplett in die existierenden Betriebsabläufe integriert werden.

Die Basis schaffen – Keywordrecherche

Ein gutes strategisches Konzept für eine Internetpräsenz beginnt mit einer umfassenden Keywordrecherche und der anschließenden Auswertung in enger Zusammenarbeit mit dem Kunden. Hierbei spielen grundlegende Informationen vom Kunden wie z.B. über das Produkt (Konkurrenz, Semantik), die Zielsetzung (Positionierung, Potential), die Zielgruppe (Suchverhalten) und Ausrichtung (Landingpages) eine wichtige Rolle.

Vom Suchmaschinenoptimierer werden diese Informationen für die Recherche mit weiteren Werten wie beispielsweise Suchvolumen (Interesse der Nutzer) und Zahl der Einträge (grobe Aufwandsanzeige) und bei Google.de noch auf vorgeschlagenen und verwandten Suchbegriffe (zusätzliche Nutzerinteressen, Inhalte für OnPage-Optimierung) überprüft.

Ein Blick auf die Konkurrenz (falls vorhanden), kann in den allermeisten Fällen auch nicht schaden.

Mit dem Kunden zusammen wählt man dann die Brand Keys (meist generisch, höchstes SV) und voraussichtlichen Trafficbringer (ein oder zwei Keys, hohes SV) aus, sowie einen ganzen Pool an weiteren semantisch und inhaltlich relevanten Suchbegriffen.

Die Brand Key spielen insbesondere bei der Neueinführung von Produkten im Markt eine wesentliche Rolle. Kann man doch mit einer geschickten Titelgenerierung über das CMS viel zur grundsätzlichen Positionierung beitragen.
Aus den Trafficbringern kann man durch das Monitoring (und evtl. Einsatz von AdWords) die Money Keys (hohe Konversionsrate und/oder Marge) herausfinden und Googles vorgeschlagene und verwandte lassen eine vielleicht vollkommen neue Keywords entdecken, die gute Konversionen erzielen. Zudem steigert das Vorkommen inhaltlich verwandter Begriffe – im Sinne der semantischen Optimierung – die Themenrelevanz der Seite an sich.

Die Ergebnisse erhalten dann unmittelbar Einzug (wenn möglich) in die Domainwahl, den Seitenaufbau und die Gestaltung der Website, die permanenten Inhalte und neu zu generierenden Inhalte und sind auch die Basis eines durchdachten strategischen Linkbuildingkonzepts.

Dasein in den SERPs

Die  Ergebnisse im organischen Suchfeld von Suchmaschinen werden von den Nutzern immer noch als die zuverlässigsten – und damit einhergehend meist gewählten – eingestuft. Die Ergebnisse aus dem Anzeigenbereich erregen nur bei einem Höchstmaß an Übereinstimmung zwischen dem konkreten Gedanken hinter der Suchanfrage des Nutzers und dem Titel sowie Anzeigentext, annähernd vergleichbare Klickraten.

Der Sinn der Suchmaschinenoptimierung liegt im wesentlichem darin, die Verarbeitbarkeit einer Webseite für Suchmaschinen zu optimieren. Insbesondere bei der Content basierten Suchmaschinenoptimierung spielt dieser Ansatz eine entscheidende Rolle.

Keywords sind der Schlüssel zum Erfolg im Internet

Grundgesetzlich sollte eine umfassende Keywordrecherche heutzutage immer grundlegender Bestandteil bei der Entstehung einer neuen Internetpräsenz sein. Leider handelt es sich beim Internet um ein relativ neues Medium, so dass die bedeutenden Mechanismen die zu der Entstehung von wirklich erfolgreichen Webseiten führen, noch deutlich vernachlässigt werden.

Die Keyword Recherche bildet die solide Basis für einen erfolgreichen Start ins Internet. Das wichtigste in diesem Zusammenhang ist die Definition der Zielgruppe sowie der Zielsetzung der Website.

Keywords und Zielgruppe

Suchmaschinen gehen immer mehr dazu über, den Inhalten von Webseiten bei der Relevanz zur Sucheanfrage des Nutzers, größeren Wert beizumessen. Dadurch ist natürlich das Vorkommen von relevanten Keywords die von der Zielgruppe eingesetzt werden, um beispielsweise mein Produkt oder Service zu suchen, von immenser Bedeutung.
Gleichzeitig muss man bedenken, das innerhalb der Zielgruppe nicht alle Menschen mit den gleichen Suchbegriffen mein Produkt suchen. Während der technisch versierte Nutzer beispielsweise einen Fachbegriff benutzt, wohl möglich noch in Englisch, neigen ältere Nutzer in Deutschland meist für die Verwendung von deutschen Begriffen oder Synonymen.

Hier gilt es aber insbesondere zu beachten, dass man sich bei der Texterstellung bestimmte Kriterien einhält. Man sollte beispielsweise nicht versuchen die Texte durch die Unterbringung von speziellen Keywordphrasen oder Keyword zu verbiegen. Viel mehr muss man das Ganze in einem ganzheitlichen Zusammenhang sehen und beispielsweise versuchen, je nach Zielgruppe verschiedene Landingpages zu erstellen.

Gleichzeitig sollte immer beachtet werden, dass der Text nicht gesondert zu betrachten ist sondern immer nur einen Teil der Webseite für den Nutzer darstellt. Das bedeutet dass eine Seite die er eine jugendliche Zielgruppe anspricht, dementsprechend auch im Design und Style an die Zielgruppe angepasst werden sollte. Die oberste Maxime bei der Suchmaschinenoptimierung lautet immer, für den Nutzer zu arbeiten und nicht für Suchmaschinen. Denn letztendlich entscheidet immer der Nutzer, über den Erfolg einer Webseite.

Ein paar Worte zu Usability, SEO und Nutzerorientierung

Eine Webseite sollte immer für die konkrete Befriedigung der Belange des Nutzers konzipiert sein. In der Regel ist das die Informationssuche. Das ist eigentlich die grundlegende Vorgabe bei der Konzeption und der Realisierung von Internetpräsenzen, welche aber häufig sträflich missachtet wird.

Zielgerichtet und mit wenigen Klicks sollte der oder die Nutzer/in die gewünschten Informationen finden und betrachten können. Weniger ist hier wirklich mehr!

Wer die Webpräsenz – allen voran die Startseite – nur als rein mediales Kommunikationsmittel zur Verbreitung des Selbstbildes ansieht, der darf sich dann im Gegenzug nicht wundern, wenn eine entsprechende positive Resonanz derNutzer ausbleibt.

Ich glaube fest, dass einer der grundlegenden Faktoren für erfolgreiche Webseiten, im klaren Priorisieren der Nutzerbelange bei der Gestaltung der Webseiten und Bedienerfreundlichkeit des Systems liegt. Wie oft predige ich bei Unternehmen und Seitenbetreibern den Satz: Gestalten Sie die Webseite in erster Linie für den Nutzer und nicht nach Ihren Vorstellungen oder für Suchmaschinen

Corporate Identity vs Informationssuche

Natürlich haben hier schon vorher die Kommunikationsdesigner an der Webseite ihr Werk verrichtet, den schließlich ist die Webseite auch eine Schnittstelle zwischen Unternehmen und Kunden und damit klar den Kommunikationsmitteln zuordnen. Hier heißt es dann in einigen Fällen die Corporate Identity (CI) überdeutlich und mit geballter medialer Macht (meistens Flash & Sound), den Nutzer aufzudrängen.

Gelobt sei, wenn die Webdesigner oder Entwickler dann wenigstens die Möglichkeit des „Skip Intro“ geschaffen haben. Bei vielen Webseiten ohne diese unentbehrliche Hilfsmaßnahme, besitzen die Seiten eine zum Teil erschreckendeBounce Rate.

Nutzerorientiert heißt erfolgsorientiert

Sich am Nutzer zu orientieren, heißt aber im Umkehrschluss nicht, dass man keine Brands schaffen oder Marketingbotschaft übertragen kann. Vielmehr zeigen Beispiel aus dem Internet wie Google oder Twitter als jüngeres Beipsiel, wie man mit minimalistischen Auftreten zu globalen Marken werden kann.

Google hat nicht nur Erfolg bei den Nutzern wegen seines minimalistischen Auftretens, sondern weil das Unternehmen es schafft dem Nutzer wirklich relevante Ergebnisse für seine Suchanfrage zu präsentieren. Ob ein Ergebnis aber wirklich relevant ist, kann das Unternehmen aber erst aus der Auswertung des Nutzerverhaltens ermitteln.

Das Nutzerverhalten und die Usability werden deswegen weiter und im stetig wachsenden Umfang von Google bei seiner Ergebnisaufbereitung weiter berücksichtigt werden und mit entsprechende Faktoren und höheren Gewichtung gewürdigt.

Für Seitenbetreiber, Webdesigner und User Interface Manager heißt das im Klartext:  Orientiere ich mich also von vornherein klar an eine benutzerfreundliche und einfache Konzeption einer Webseite und lasse ich zudem noch das Wissen über die Gestaltung von suchmaschinenfreundlichen Webseiten einfließen, sind grundlegende Voraussetzungen für ein gutes Ranking gelegt.

Bounce Rate und Verweildauer sind bereits die bekanntesten Faktoren , die sich klar am Nutzerverhalten orientieren. Nach dem „Caffeine“-Update des Suchalgorithmus von Google sind Ladezeiten von Webseiten nun ein weiterer Rankingfaktor.

Doch das ist bei weitem nicht alles. Ein Blick in die Google Labs, lässt Einen erahnen wohin all diese Entwicklungen letztendlich hin führen werden. Schon heute kann man hier mit einer Applikation von Google Labs selbst die Ergebnisse verändern (Promote) oder sogar löschen (Remove), was schon seit geraumer Zeit mithilfe dieser Applikation und Anmeldung bei Google Labs möglich ist, ist nun für alle Nutzer möglich. Zwar funktioniert das derzeit nur mit den Ergebnissen von Google.com, aber die Einführung von „Site Comments“ hier in Deutschland ist wohl nur der erste Vorbote der neuen direkt von Nutzern gestalteten Google SERP´s weltweit.
In diesem Zusammenhang gewinnt auch die Tatsache, dass Google weltweit die personalisierte Suche, basierend auf dem Webprotokoll, der mithilfe Cookies im Browser das Nutzerverhalten beobachtet (Datenschützer gebt acht) und die Suchhistorie 180 Tage lang aufzeichnet.

Der unerfahrenen Nutzer bekommt also künftig in der Regel automatisch eine personalisierte Suche.

Google 2020 – Jedem seine Suche

Hinter jeder Suchanfrage steht im Zweifelsfall immer ein ganz spezifisches Interesse. Allein der Begriff: “Waschmaschine 60cm“ kann bedeuten, dass der Nutzer nach Informationen zum Kauf, zur Aufstellung, zum Einbau, zur Reparatur oder ein sonstiges Interesse damit verbindet. Also macht es im Grunde genommen auch Sinn, wenn die Suchmaschine möglichst viele persönliche Informationen über den Nutzenden besitzt, um sein genaues Interesse hinter der Suchanfrage zu deuten.

Denn wenn ich weiß, wer den Nutzer ist und was für Interessen er besitzt, dann ist es mir möglich ihn ein wesentlich relevanteres Suchergebnis zu liefern. Voraussetzung ist natürlich das ein Webprotokoll über mich existiert oder ich einen Account bei der Suchmaschine besitze und eingeloggt bin.

Bei unserem konkreten Beispiel könnte das bedeuten, dass wenn der Nutzer bereits mehrere Waschmaschinen auf Shopseiten besucht oder bei Google gebookmarkt hat, das ihm in den SERPs nun vielleicht eher kommerzielle Angebote präsentiert werden.

Ein oder eine Auszubildende/r von Miele hat vielleicht eher Foren und Informationsseiten besucht und vielleicht gebookmarkt sowie einige spezifische Blogs (und verfolgt sie bei Google Reader), so  dass ihm eher Informationsseiten präsentiert werden.

Schon jetzt ist Google unglaublich effizient in der Deutung von Suchanfragen und der Präsentation von entsprechenden relevanten Ergebnissen. Stichwort „universal search“. Google ist bestrebt dem Nutzer zu einer Suchanfrage alle relevanten Informationen zu liefern. Diese können dabei von den unterschiedlichsten Quellen kommen und werden je nach Keyword auch in der Präsentation anders gewichtet.

Gibt man beispielsweise ein populäres Nachrichtenthema ein, dann wird man aller Voraussicht nach News-Ergebnisse weit oben präsentiert bekommen. Gibt man den Namen eines populären Schauspielers ein, dann werden Bildergebnisse und Videoergebnisse populärer präsentiert.

Selbst die Präsentation sprich die Positionen der einzelnen Suchergebnisse (News, Bilder, Video) unterscheidet sich nach der Suchanfrage. Bei der Suchanfrage Angela Merkel bekommt man zuerst News, Webseiten, Bilder, Blogposts und dann Videos angezeigt. Bei der Suchanfrage Mario Barth bekommt man zuerst Webseiten, Videos, und dann News und Bilderergebnisse.

Sicherlich eine intelligente Aufbereitung, die wohl auch den Interessen der Nutzer entgegenkommt.

Suchmaschinenoptimierung = Usabilityoptimierung

Faktoren die für die Suchmaschinenoptimierung von Bedeutung sind wie: kurze Ladezeiten, Standardkonformität und flache hierarchische Navigationsstrukturen, spielen auch aus Sicht der Nutzer eine wesentliche Rolle. Diese und weitere Veränderungen hinsichtlich der Suchmaschinenoptimierung, gehen mit einer eindeutigen Verbesserung der Usability einher.

Ein SEO muss eine Website deshalb immer von zwei Seiten betrachten. Einmal aus der Sicht der Suchmaschinen und durch die Augen der Nutzer. Denn für dieses geschätzte Wesen optimieren wir schließlich die Seiten. Es ist doch Unsinnig mit SEO-Maßnahmen gegen alle Nutzerinteressen zu verstoßen, um dann durch ein Top-Ranking wieder im Mittelpunkt des Nutzerinteresses zu stehen.

Internet – Information pur

Das Internet wurde im Sinne einer allgemeinen und frei zugänglichen Informationsmediums weiter entwickelt und hat dadurch auch seine wahre Bestimmung gefunden. Diesen Grundgedanken gilt es bei der Konzipierung von Webseiten immer vor Augen haben. Einzigartige, interessante und wissenswerte Informationen zu präsentieren und Sie dem/der Nutzer/in einfach und bequem zugänglich zu machen.

Wie leidvoll ist es doch, wenn man auf der Suche nach Informationen immer wieder auf quälend lange Ladeprozesse warte, damit mir ein Unternehmen sein gewünschtes Unternehmensbild oder Marketingbotschaft vermitteln kann.
Erfolgreiche Webseiten – insbesondere von Unternehmen – entstehen erst dann, wenn die Verantwortlichen den Wert von qualifizierten Besuchern erkannt haben und ihre Webseite nicht bloß als einen weiteren Kanal für die Vermittlung ihrer Marketingbotschaft ansehen. Interaktion und Kommunikation mit dem Kunden sind hier die neuen Themen die in den Vordergrund treten.

Natürlich kann die CI in allen erdenklichen Formen und dem notwendigen Umfang in die Gestaltung der Webseite mit einfließen, doch bildet sie nicht die Eintrittskarte die gelöst werden, muss bevor man Zugang zu der gewünschten Information erhält.

Hach wie die Zeit vergeht

Im Jahre 2001 als ich begann mich mit der Suchmaschinenoptimierung (engl. kurz SEO) zu befassen, war die Welt im Netz noch recht überschaubar. Das betraf nicht nur die Zahl der Personen sowie einschlägigen Blogs und Foren bzw. Webseiten die sich mit dem Thema SEO oder Suchmaschinenmarketing (SEM) befassten, sondern auch die Anzahl der Big-Player im Netz. Erinnert ihr euch noch an AltaVista, HotBot oder Inktomi?

Das Jahr 2001

Die Dotcom-Blase an der Börse hatte gerade eine Schneise der Verwüstung in die Internetwelt geschlagen und viele Startups und Stars verschwanden ebenso schnell wieder von der Bühne, wie sie gekommen waren. Einige waren aber auch das Opfer übertriebener Erwartungen und falscher Entscheidungen geworden.

Google 2001

Google begann im Jahre 2000 damit, Werbetexte passenden zu den Suchanfragen der Nutzer, neben den Suchergebnissen zu präsentieren. Eine Idee die Google von der GoTo Inc. übernahm und die sich heute als die Haupteinnahmequelle des Konzerns darstellt.

Annähernd 90% seines Umsatzes und Gewinns macht Google heute mit bezahlten Anzeigen. Im Schnitt der letzten drei Jahre waren das 1 Milliarde Dollar Gewinn pro Quartal!

Im Oktober 2001 benannte sich übrigens die GoTo Inc. in Overture um und war eine Zeitlang der Goldesel für viele Portale wie MSN oder Yahoo. Die Firma verdiente soviel Geld, das Sie selber (ich glaube 2003 war das) Suchmaschinen wie AltaVista und AlltheWeb übernahm.

AltaVista (einer der ersten Suchmaschinen mit Webcrawler-Technologie) seinerseits hatte durch die Dotcom-Krise und seiner misslungenen Umwandlung zu einem Portal stark gelitten. Der einstige Branchenprimus war durch Missmanagment und Fehleinschätzungen nur noch ein Schatten seiner selbst geworden und billig zu haben…

AlltheWeb – hervorgegangen aus der Doktorarbeit des Norwegers Tor Egge an der Norwegischen Universität für Wissenschaft und Technologie – war übrigens einst der große Rivale von Google in Kampf um die größere Anzahl gecrawlter bzw. indexierter Seite. Im Juni 2002 stieß AlltheWeb Google, mit der Anzahl der indexierten Webseiten sogar mal vom Thron und war die „größte Web-Suchmaschine der Welt“!

Overture wiederum wurde im Jahre 2003 von Yahoo (dem größten Kunden) übernommen.

Yahoo selbst ist aus einem Webverzeichnis entstanden. Die eigentliche Suchfunktion ging nicht anfänglich nicht über den Bestand an Webseiten im Verzeichnis hinaus. Um das Jahr 2000 herum wurde für die Websuche die Inktomi Technologie verwendet. Im Jahre 2002 erkannte endlich auch Yahoo das Potential der Suchmaschinentechnologie und kaufte zuerst Inktomi und ein Jahr später Overture.

Ironischerweise nutze Yahoo dann anschließend bis 2004 die Dienste von Google für seine Suchmaschine, bevor das Unternehmen dann seine eigene Internet-Suchmaschine (eine Kombination aus den eingekauften Technologien) startete.

Sorry ich schweife ab… Alles nur Geschichte, kommen wir zurück zu 2001 und Google.

Google hieß nun der neue Star der Suchmaschinenszene.

Mit einem revolutionären System zur Bewertung von Webseiten und deren Relevanz ausgestattet (PageRank), gelang es Google dem Nutzer wesentlich passendere Antworten in kürzerer Zeit zu liefern. Ein Umstand der immer mehr Nutzer überzeugte und den Grundstein für den bis heute anhaltenden Erfolg von Google ist: Zufriedene Nutzer!

Suchmaschinenoptimierung bestand damals im Wesentlichen aus Linkbuilding oder wie es heute so schön heißt Off-Page Optimierung. On-Page gab es neben korrekten z.T. zugespammten Meta-Tags und schön viel SEO Content nicht viel zu beachten.

Ansonsten hieß es Links, Links, Links…

perseo – Mein persönlicher SEO Blog

Perseo ist die spanische Bezeichnung für Perseus, einer Figur aus der griechischen Mythologie. Einigen vielleicht bekannt aus dem vor kurzem erschienen Hollywoodfilm „Kampf der Titanen„.

Der spanischen Kultur sehr verbunden (meine Schwiegermutter ist Spanierin), gefiel mir immer schon die spanische Bezeichnung Perseo.

perseo ist fortan mein persönlicher SEO Blog, indem ich über meine persönlichen Erfahrungen im Agenturalltag, Entwicklungen in der Suchmaschinenbranche und weitere Dinge rund um das Suchmaschinenmarketing berichten werde.